demokraten

Die Demokratische Partei (englisch Democratic Party, auch als Demokraten (Democrats) oder kurz Dems bezeichnet) ist neben der Republikanischen Partei eine der beiden großen Parteien in den USA. Ursprünglich eine Partei, die für Rassentrennung eintrat, gelten die Demokraten heute im Vergleich zu den Republikanern als liberaler, weniger konservativ und mehr am Progressivismus orientiert. Ihr inoffizielles Wappentier ist der Esel, obwohl er im Gegensatz zum Elefanten der Republikaner nie offiziell als solches angenommen wurde. Sein Ursprung geht, ebenso wie der Elefant der Republikaner, auf den Karikaturisten Thomas Nast zurück. Die ebenfalls inoffizielle Parteifarbe der Demokraten ist blau. In TV-Sendungen oder Medienberichten werden Senatoren und Parteimitglieder der Demokratischen Partei meistens mit einem „(D)“ hinter ihrem Namen dargestellt. Die Demokraten sind die älteste noch bestehende politische Partei der Welt.
Die Gründung der Partei geht auf Thomas Jefferson und das Jahr 1792 zurück. 1828 bauten Andrew Jackson und andere eine Massenpartei auf. Während die Demokraten zunächst die konservativere der beiden Parteien waren, entwickelte sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem ideologisch wenig kohärenten Zusammenschluss von progressiven Politikern in den Großstädten des Nordens, die vor allem Arbeiter und Einwanderer ansprachen, und von konservativen Südstaatlern, die die bestehende Ordnung verteidigten. Während der Präsidentschaft Woodrow Wilsons (1913–1921) und insbesondere durch die Reformen des New Deal (1933–1938) wurden die Demokraten mehr und mehr mit einer progressiven Sozialpolitik identifiziert im Gegensatz zum Wirtschaftsliberalismus der Republikaner. Nachdem auf dem Parteitag von 1948, als viele zumeist aus den Südstaaten stammende Vertreter einer Rassentrennung die Partei im Streit verließen, waren die Demokraten seit den 1960er Jahren führend in der Realisierung von Forderungen der Bürgerrechtsbewegung, der Aufhebung der Rassentrennung und der Gleichstellung von Minderheiten: Die Partei wandte sich zunehmend sozialliberalen Ideen zu. Da die ursprünglich progressiven Republikaner spätestens seit 1964 ihrerseits nach rechts rückten, stellen die beiden Parteien nun eindeutig die beiden Pole in einem Rechts-Links-Spektrum dar.
Wie Parteien in den USA allgemein, sind die Demokraten wesentlich anders organisiert als europäische Parteien. So werden Bezirksvorstände, je nach Bundesstaat, zum Teil durch die allgemeine Wahlbevölkerung in Vorwahlen und nicht etwa durch Parteimitglieder allein gewählt. Wichtigstes Organ für die Gesamtpartei ist das Democratic National Committee (DNC, „Demokratisches Nationalkomitee“), das auch die Democratic National Convention (den vierjährlich zur Kür des jeweiligen Präsidentschaftskandidaten stattfindenden Parteitag) veranstaltet; derzeitiger Vorsitzender des DNC ist Tom Perez.
In sechs der letzten sieben Präsidentschaftswahlen gewannen die demokratischen Kandidaten die Mehrheit der abgegebenen Stimmen (Popular Vote); nur 2004 bildete eine Ausnahme. Mit Barack Obama stellte die Partei zuletzt von 2009 bis 2017 den 44. US-Präsidenten. Bei den Kongresswahlen im November 2010 verloren die Demokraten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus und konnten diese auch bei den Wahlen 2012, 2014 und 2016 nicht wiedererlangen. Auch im Senat verfügen sie seit Anfang 2015 nicht mehr über eine Mehrheit. In den Wahlen 2018 konnten sie dann allerdings wieder eine deutliche Mehrheit im Repräsentantenhaus erringen.

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